teddy
 
AKTUELLES

07.03.2018

Erschwingliches Wohnen in guter Wohnlage

Seit Februar wird in der Karl-Marx-Straße wieder gebaut. Die Fördermittel für den Aufzugsanbau sind bewilligt. Auch am Wohnblock Karl-Marx-Straße 7 - 13 beginnen die Arbeiten.

Manchmal bringen auch gut gemeinte baupolitische Entwicklungen einen Ablauf ins Wanken. Die sahen im Falle des Wohnblocks Karl-Marx-Straße 10 - 26 eine Weiterführung des Aufzugsanbaus für den Spätsommer 2017 vor. Vier Hauseingänge verfügten seit Frühjahr letzten Jahres bereits über Fahrstühle, die Bewohner der übrigen fünf sollten bis Jahresende vertikal mobil sein. Doch in der Jahresmitte wurde publik, dass vom Land Sachsen-Anhalt ein Förderprogramm für den Anbau von Aufzügen ins Leben gerufen wird, bei dem derartige Vorhaben mit bis zu 50 Prozent unterstützt werden können. Im Sinne eines sorgsamen Einsatzes von Investitionsmitteln bewarb sich die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH (BWG) um entsprechende Fördermittel, die ?zweckdienlich und zielführend für ein Wohnungsunternehmen sind?, so Geschäftsführer Holger Köhncke. Das hatte allerdings eine Verschiebung des Zeitplanes zur Folge, da mit der Bewilligung erst zum Jahresende gerechnet werden konnte.

Nach Bewilligung des Fördermittelantrages steht der neue Zeitplan nun fest. Seit Februar laufen die vorbereitenden Arbeiten für die Aufgänge Karl-Marx-Straße 10, 14, 18, 22 und 26. Dazu gehören der Abriss der Vorbauten, die Entfernung der Kunststoff-Fassade und ab März eine Herausnahme der Betonelemente. Der Anbau bringt für die Mieter der betroffenen Eingänge - abgesehen vom Baulärm - ein paar Komfortbeeinträchtigungen mit sich. So können die Wohnungen nur über die Nachbareingänge durch den Keller erreicht werden. Auch die Postkästen werden verlegt. Die weiteren Arbeiten laufen adäquat des Bauverlaufs der bereits fertiggestellten Eingänge ab. Es wird zeitnah über die einzelnen Bauabschnitte informiert. Im August sollen die Aufzüge in Betrieb gehen.

Ab Mitte März starten auch die Arbeiten am Block Karl-Marx-Straße 7 - 13. Dort entstehen vier Aufzugsanbauten. Wegen besserer Baufreiheit wurde bereits die Abwasserleitung verlegt. Fertigstellung soll im September sein.

Bereits seit 2015 wird das Wohngebiet Südost gebäudetechnisch modernisiert. Nach der Umrüstung von Gas auf Elektroenergie und Warmwasser werden nun ausgewählte Häuser durch einen Aufzugsanbau barrierearm gestaltet. Die BWG reagiert damit auf die gegenwärtige demografische Entwicklung. ?Wir möchten preiswerten und barrierearmen Wohnraum in einer guten Lage anbieten?, so Köhncke. Denn auch nach dem Umbau sollen die komfortablen 3-Raum-Wohnungen in der Neuvermietung nicht mehr als 5,20 Euro Kaltmiete kosten und bleiben damit für ein Seniorenpaar mit durchschnittlich 1500 Euro Rente erschwinglich. Dafür muss allerdings akzeptiert werden, dass die Aufzüge auf halber Treppe und nicht direkt vor der Wohnungseingangstür halten. Für Bestandsmieter erhöhen sich die Nebenkosten um rund 50 Cent pro Quadratmeter - auch das eine kalkulierbare Größe.

Mit dem Aufzugsanbau will das Wohnungsunternehmen außerdem den Leerstand in der vierten und fünften Etage reduzieren. ?Manche Mieter möchten ab einem gewissen Alter auf ihr tägliches Fitnessprogramm verzichten, auch wenn wir in einer gesundheitsbewussten Zeit leben?, ergänzt augenzwinkernd der BWG-Geschäftsführer. ?Sobald der Anbau eines Aufzuges angekündigt ist, verzichten ältere Bestandsmieter auf einen Auszug?, hat auch Wohnungsverwalter Steffen Köhler festgestellt. So werden auch in den kommenden Jahren im Wohngebiet Südost Aufzüge an Wohnblocks angebaut. Die genaue Anzahl ist allerdings abhängig von der Dauer des Förderprogramms.

nach oben