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03.03.2017

Aufzugsanbau – Entlastung für ältere Mieter

Ein Aufzug ist für die Bequemlichkeit, eine Treppe für die Gesundheit, sagt ein Sprichwort. Für Senioren bedeutet ein Aufzug aber eine gewisse Wohnsicherheit.

Tür schließt – aufwärts – vierte Etage. Die Stimme klingt etwas künstlich, liefert aber eindeutige Informationen. Irmgard Schäfer verlässt den Aufzug mit zwei Einkaufstaschen in ihren Händen. Jetzt ist es nur noch eine halbe Treppe bis zu ihrer Wohnung – ein Katzensprung.

Der "Aufstieg" in den vierten Stock des BWG-Wohnblocks in der Karl-Marx-Straße war nicht immer so entspannt. Und für die allein lebende Rentnerin manchmal eine Herausforderung, besonders wenn sie schwere Taschen zu tragen hatte. Selbst als rüstige Person macht man so viele Stufen im Alter nicht nebenbei. Deshalb rieten ihr Verwandte und Freunde, doch umzuziehen. Aber Frau Schäfer zögerte, ihr Zuhause nach 45 Jahren zu verlassen. 1972 gehörte sie zu den ersten Mietern des Plattenbaus. "Die Nachricht vom Anbau eines Fahrstuhls und die Inbetriebnahme im vergangenen Dezember waren mein schönstes Weihnachtsgeschenk", sagt sie lächelnd.

Die Umbauphase fand sie erträglich, auch die Kommunikation mit den Handwerkern. Natürlich sind nachträgliche Ein- oder Anbauten in bestehende Liegenschaften für die Bewohner immer eine gewisse Belastung, führen aber letztendlich zu einer Verbesserung der Wohnqualität. Auch der zuständige Hausverwalter ,Steffen Köhler, betont, dass es während der Bauphase keine Beschwerden gegeben hat. Und hofft, dass der letzte Abschnitt ebenso reibungslos verläuft.

Im neuen Jahr wurde begonnen, zusätzlich windgeschützte Eingangsbereiche anzubauen. Auch die Gestaltung der Zuwegung und die Hausflur-Farbgebung werden aktuell erledigt. Im Spätsommer dieses Jahres beginnt dann der zweite Bauabschnitt. Dann bekommen die restlichen fünf Eingänge ebenfalls Aufzüge. Für Irmgard Schäfer hat sich die Maßnahme jedenfalls gelohnt: "Nun brauche ich nicht umzuziehen".

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